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Archive for Juli 2009

otAktuelle News bei: www.wein-plus.de

Prof. Dr. Otmar Löhnertz, Dekan der renommierten Geisenheimer Forschungsanstalt für Weinbau, Önologie und Getränketechnologie sowie für Gartenbau und Landespflege, hat das neue Studienangebot „Weinbau und Önologie“ im benachbarten Rheinland-Pfalz (Studienstandort Neustadt an der Weinstraße) heftig kritisiert.

Mit diesem Studienangebot werde in Rheinland-Pfalz – so die federführende Fachhochschule Ludwigshafen – „bundesweit erstmals Nachwuchskräften mit einer Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit eröffnet, zeitgleich die praktische Winzerlehre und die akademische Ausbildung zum Bachelor of Science zu absolvieren“. Der Zeitplan des dualen Studienganges sieht vor dem ersten Semester zunächst eine praktische Berufsbildungsphase während einer kompletten Vegetationsperiode und dem Herbstgeschehen in zwei Weinjahrgängen im Ausbildungsbetrieb vor.
Aus Sicht von Otmar Löhnertz hätte man sich das Angebot in Rheinland-Pfalz „voll und ganz“ sparen können, da die Hochschulausbildung bereits „seit Jahrzehnten“ von der Forschungsanstalt Geisenheim – einem der Fachbereiche der Fachhochschule Wiesbaden – abgedeckt werde. Jetzt werde man sich „gegenseitig die Studenten abwerben.“ Überdies sei die Behauptung „schlichtweg falsch“, wonach das neue Angebot eine „einzigartige Verbindung von Forschung und Lehre“ darstelle: „Praxisinhalte im Studium, das machen wir in Geisenheim seit langem.“ Unverständlich sei es beispielsweise auch, dass in Bingen – „einen Steinwurf von uns entfernt“ – eine Professur für Weinbau eingerichtet werde. „Wir bieten ja zum Beispiel für Bingen auch den Gartenbaubereich an. So stelle ich mir Zusammenarbeit vor und nicht, dass man parallel etwas aufbaut, das macht wenig Sinn.” Löhnertz ließ abschließend keinen Zweifel an der Kooperationsbereitschaft der FA Geisenheim. „Mein Angebot war ja die ganze Zeit, dass man etwas gemeinsam macht. Da wollte niemand mit mir reden. Man kann es nicht so darstellen, als ob wir kein Interesse an Kooperation hätten. Es soll nicht so rüberkommen, dass wir mosern, weil wir beleidigt sind. Das ist absoluter Käse.” MW/dpa/Fr-Online

SWR – Fernsehinterview mit Prof. Dr. Löhnertz:

http://www.swr.de/rp-aktuell/-/id=233240/did=4993954/pv=video/gp1=5188880/nid=233240/acnpxk/index.html

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P7220010Dpa/Frankfurter Rundschau, 27.7.2009 Geisenheim/Neustadt

„Streit um den neuen Weinbau-Studiengang Geisenheim/Neustadt.

Zumindest auf politischer Ebene schienen sich die Wogen geglättet zu haben – auf Hochschul-Ebene geht der Streit um den neuen Weinbau-Studiengang „Weinbau und Oenologie“ in Rheinland-Pfalz weiter. Der Geisenheimer Dekan der Fachhochschule Wiesbaden, Otmar Löhnertz, hält das Angebot auf der anderen Seite des Rheins für nicht nachvollziehbar, wie er in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte – gerade in Zeiten knapper Kassen.

Was stört Sie an dem Angebot in Rheinland-Pfalz?

Löhnertz: „Es gibt eine Klientel in Deutschland, die eine Hochschulausbildung in Weinbau braucht. Da geht es um etwa hundert Menschen jährlich, was wir seit Jahrzehnten abdecken. Wenn Rheinland- Pfalz jetzt meint, es müsste etwas Eigenes machen oder sich profilieren, dann ist das erst mal das gute Recht des Bundeslandes, gar keine Frage.“

Aber?

Löhnertz: „Was uns aber wirklich stört, ist, dass man in Rheinland- Pfalz ständig von einer einzigartigen Verbindung von Lehre und Praxis spricht und so tut, als ob das was Neues wäre. Man impliziert ja damit, dass die Leute bislang nicht so ausgebildet wurden. Das ist einfach falsch, schlichtweg falsch. Und das ist gegenüber den vielen Abgängern in den letzten Jahren nicht fair. Praxisinhalte im Studium, das machen wir in Geisenheim seit langem. Man sollte in Rheinland- Pfalz nicht so tun, als ob das was ganz, ganz Neues wäre.“

Wo sehen Sie noch Probleme?

Löhnertz: „Man muss sich in der kleinen Branche Weinbau überlegen, ob man nicht gemeinsam etwas macht. Ich kann zum Beispiel nicht verstehen, warum man in Bingen – einen Steinwurf von uns entfernt – eine Professur für Weinbau einrichtet. Wir bieten ja zum Beispiel für Bingen auch den Gartenbaubereich an. So stelle ich mir Zusammenarbeit vor und nicht, dass man parallel etwas aufbaut, das macht wenig Sinn.“

Hätte man sich also das rheinland-pfälzische Angebot sparen können?

Löhnertz: „Aus meiner Sicht kann man sich das voll und ganz sparen. Weil wir uns jetzt gegenseitig die Studenten abwerben. Es wird ja nicht mehr Studenten geben. Es gibt zwar mehr Menschen von außerhalb, die in den Weinbau gehen, aber trotzdem ist dieser Bereich doch sehr begrenzt. So attraktiv ist der Weinbau, wenn man dort später arbeitet, auch nicht. Gucken Sie sich doch nur die Gehälter an.“

Sehen Sie trotz all der Differenzen eine Basis für Kooperationen?

Löhnertz: „Wir werden natürlich miteinander kooperieren. Wir sind ja nicht weltfremd. Mein Angebot war ja die ganze Zeit, dass man etwas gemeinsam macht. Da wollte niemand mit mir reden. Man kann es nicht so darstellen, als ob wir kein Interesse an Kooperation hätten. Es soll nicht so rüberkommen, dass wir mosern, weil wir beleidigt sind. Das ist absoluter Käse.“ (dpa)

http://www.campus-geisenheim.de“

aus:  http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1853760&em_loc=1234

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vinifera

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VDP-Präsident Steffen Christmann, Foto: VDP

Der Pfälzer Winzer Steffen Christmann  ist der Präsident der deutschen Prädikatsweingüter (www.vdp.de)

Auch Christmann hält den Studiengang in seinem Heimatort Neustadt vor allem für Studenten attraktiv, die nicht aus dem Winzermilieu stammen, eben wegen des starken Praxisanteils. «Winzerkinder kriegen die Praxis dagegen schon im heimischen Betrieb mit.» Dass es ein friedliches Nebeneinander von Geisenheim und Neustadt geben kann, zeigt Christmann übrigens in seinem eigenen Betrieb: Einen seiner Auszubildenden – er stammt aus einer Winzerfamilie – hat er zum Studieren nach Geisenheim geschickt. Eine andere Auszubildende, Tochter eines Zahnarztes, wird dagegen in Neustadt mit dem Studium beginnen. “ (dpa, 21.7.2009)

Es ist wohl nett gemeint, um die Stimmung , auch im VDP, zu beruhigen, aber eine solch plakative Studienberatung hilft kaum einen jungen Menschen bei der Auswahl wirklich weiter.

In Geisenheim studieren natürlich viele junge Töchter und Söhne aus VDP-Betrieben (und das ist auch gut so), aber auch viele motivierte Quereinsteiger.  Allein ich kenne da u.a.  einen ehemaligen AutoBild-Testzfahrer aus Berlin, eine Informatikerin, einen Cellisten, einen Zahnarztsohn …. –  und natürlich Stuart Pigott, der zwei Semester in Geisenheim Student war.

Die meisten Quereinsteiger schreiben sich derzeit für den Studiengang der „Internationalen Weinwirtschaft“ ein.

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Geisenheimer-Weinbaustudentin im Prospekt des neuen Weinbaustudiengangs in RLP, Foto: DLR

In dieser Woche erschien eine dpa-Meldung in der Presse. Titel: „Ein Weinbaustudiengang als Politikum

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews%5Btt_news%5D=57002&tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&cHash=ba87781e99

Eigentlich wollte ich auch gar keine Stellung mehr zu diesem Thema mehr abgeben, denn

a) politisch ist mal wieder alles entschieden (leider)
b) jede Äußerung aus Geisenheim wird als mosern gewertet, weil wir beleidigt seien (quatsch)

– wir möchten lediglich eine faire Darstellung der Fakten!

Zitat:

„Die enge Verzahnung von Praxis und Theorie hält der Leiter des Studienganges, Prof. Ulrich Fischer, für einmalig.“

Dass Geisenheim seit 1872 genau diese Verzahung von Forschung, Theorie und Praxis in der Weinbauausbildung pflegt, sollte doch auch eigentlich dem Geisenheimer-Alumni Prof. Dr. Ulrich Fischer bekannt sein.  Dr. Ulrich Fischer ist in Geisenheim bislang bekannt für sein hohes Engagement in  weinbaulicher Forschung und Lehre und war in vielen Projekten als bevorzugter Partner  eingebunden – warum er jetzt nur solche Thesen aufstellt!?

Geisenheim wird weiterhin seine Stärken präsentieren und natürlich an den Schwachstellen arbeiten – das tun wir Geisenheimer seit  137 Jahren.

Informieren Sie sich http://www2.fh-ludwigshafen.de/oenologie/weinbau.nsf/de/studienaufbau oder hier http://www.campus-geisenheim.de/Weinbau-Oenologie-B-Sc.2354.0.html

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In meiner Vorlesung „Angewandte Informatik“ habe ich mit den Geisenheimer Studierenden des 1. Semesters viel über das Thema Web 2.0 diskutiert – YOOPRESS ist ein Vorzeigebeispiel,, wie man dieses Thema hervorragend für die Weinszene umsetzen kann.

http://www.yoopress.com/

 

„Winzer, Weinkenner und Weinliebhaber erhalten mit dem neu gegründeten Internetportal YOOPRESS eine hochwertige Informationsplattform im World Wide Web. Wahlweise in deutscher oder englischer Sprache liefert YOOPRESS seinen Lesern aktuelle und vor allem fachlich exakt recherchierte Nachrichten aus der globalen Weinszene.

[…]

Das benutzerfreundliche, übersichtliche Layout des Portals lässt die täglich aktualisierten Nachrichten schnell und effizient erkennen. Die wichtigsten Nachrichten des Tages sind bereits auf den ersten Blick ersichtlich, ohne sich vorher durch zahlreiche Untermenüs klicken zu müssen. Zudem wird jede Nachricht im YOOPRESS Wine Media Portal mit einem Foto versehen, um auch den visuellen Informationswert zu steigern.

Ein zweites großes Thema von YOOPRESS ist „Wein im Web 2.0“ – Neben den aktuellen Schlagzeilen aus der Weinwelt, bietet das neue Weinportal einen Start in die Aktuelle Web 2.0 – Social Network Szene für Weinkenner und gleichermaßen für jeden privaten Weingenießer.

[…]
Alles zusammen bietet YOOPRESS Wein Media Portal: Neueste Nachrichten aus der internationalen Weinszene in deutscher und englischer Sprache, brisante Themen, Social Network im „Wein im Web 2.0 Stil“, Austausch von Meinungen, mit „Weinfreunde“ und „Weingeflüster“ eine moderne Kommunikation für Weinprofis und Weinliebhaber bis hin zu modernen Features, die angemeldeten Usern kein Weinthema mehr entgehen lassen.“

http://www.prcenter.de/Wein-im-Web-2-0-Internet-Magazin-YOOPRESS-Wine-Media-Portal-geht-Online.48024.html

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(Bericht bei yoopress.com)

„DEUTSCHLAND (Geisenheim) – Der 2007 angelaufene EU-Master Studiengang „Vinifera“, der mit den Universitäten Lissabon (Portugal), Madrid (Spanien), Udine (Italien), der Supagro Montpellier/ENITA Bordeauy (Frankreich) und der Forschungsanstalt / Fachhochschule, Fachbereich Geisenheim (mit administrativer Beteiligung der Uni Gießen) durchgeführt wird, wurde als einer von 39 Studienprogrammen für den Zeitraum 2009-2013 mit Erasmus-Mundus-Status ausgezeichnet. Dieser Status erlaubt die Vergabe von z.B. EU-Stipendien an außereuropäische Studierende.

Die EU hat insgesamt alleine für 2009-2010 8385 Stipendien für Studierende und akademisches Personal innerhalb des gesamten Erasmus-Mundus Programms bewilligt. Derzeit sind 20 Studierende im Studiengang eingeschrieben, der im ersten Jahr in englischer Sprache in Montpellier läuft und dort von Dozenten aller Partner unterrichtet wird. Geisenheim trägt neben Montpellier hier den größten Teil der Ausbildung.

Knapp 50% der Studierenden werden ihr zweites Studienjahr in Geisenheim absolvieren. Für 2009-2013 werden auch bedingt durch die EU-Auszeichnung stark steigende Studierendenzahlen erwartet.“

http://www.vinifera-euromaster.eu/

 

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